Produktgruppenmanagement

Das Anwenden von Produktgruppenmanagement in der Beschaffung bringt Organisationen Vorteile, indem sie einen Ansatz in der Kostensenkung bei dem Kauf von Waren und Dienstleistungen bieten. Sie reduzieren Risiken in der Lieferkette, erhöhen den Gesamtwert der Lieferantenbasis und ermöglichen den Zugang zu mehr Innovation von Lieferanten.
Es ist ein strategischer Ansatz, der sich auf die große Mehrheit der organisatorischen Ausgaben konzentriert. Wenn es effektiv im gesamten Unternehmen angewandt wird, können die Ergebnisse wesentlich größer sein, als bei herkömmlichen transaktionsbasierten Beschaffungs-Verhandlungen.
Das Konzept des Produktgruppenmanagements im Einkauf stammt aus den späten 80er Jahren. Es gibt keinen Gründer bzw. Erfinder aber die Methodik erschien zuerst in der Automobilbranche und hat sich seither entwickelt und wird von Organisationen weltweit angenommen. Heute betrachten viele globale Unternehmen Produktgruppenmanagement als wesentlichen strategischen Beschaffungsansatz.
Streng genommen ist es ein funktionsübergreifender Geschäftsprozess, mit internen Kunden (Nutzer der Produktgruppe) und anderen Bestandteilen innerhalb des Unternehmens (die, die Kategorien-Spezifikation, Leistung und Größe beeinflussen).
Tatsächlich ist die funktionsübergreifende Identifizierung von Sourcing und Vertragsoptionen, die Geschäftsanforderungen erfüllen, eine wesentliche Stärke des Produktgruppenmanagement.

Produktgruppenmanagement-Prozess

Es gibt keinen standardisierten universellen Produktgruppenmanagement-Prozess.
Ein Prozess, den funktionsübergreifende Teams befolgen können, beinhaltet die Ausführung des Produktgruppenmanagements in fünf Phasen:

  1. Einleitungsphase
  2. Analysephase
  3. Strategieentwicklung der Produktgruppen
  4. Strategieumsetzung der Produktgruppen
  5. Kontinuierliche Verbesserung

Jede Phase besteht aus dem Ausführen von Schritten. Zum Beispiel ist die Entwicklung eines Kommunikationsplans ein Schritt in der Einleitungsphase.
Die Entwicklung einer Kostenaufstellung ist ein Schritt der zweiten Phase, der Analyse. Einige Schritte sind sequenziell und müssen abgeschlossen werden, bevor es weiter geht, andere Schritte laufen parallel, und einige laufen während des gesamten Prozesses. Einige Schritte erfordern mehr Zeit als andere, obwohl dies abhängig von der Kategorie ist.
Das Gesamtverfahren bleibt gleich, unabhängig von der Kategorie. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es manchmal für bestimmte Kategorien nicht sinnvoll ist, alle Schritte zu vollenden.
Produktgruppenmanagement ist keine einmalige Initiative, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der von Kategorie zu Kategorie geführt wird.
Sobald der Prozess für eine bestimmte Kategorie abgeschlossen ist, muss er ausgewertet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen die Anpassung der Strategie dieser Kategorie auf Veränderungen im Beschaffungsmarkt oder Änderungen der Stakeholder Bedürfnisse.
Die Umsetzung eines wirksamen Produktgruppenmanagement-Prozesses erfordert dedizierte Ressourcen. Um festzustellen, ob er eine Funktion hat, müssen Sie prüfen, ob es eine Rendite gibt.
Eine Portfolio-Analyse ermöglicht es Ihnen, die Kategorie zu untersuchen(Wert der Ausgaben, Schwierigkeiten und Risiken des Zuliefermarktes), um die am besten geeigneten Sourcing-Verfahren zu bewerten und festzustellen, ob ein Produktgruppenmanagement-Ansatz angemessen ist.

 

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